HDR Fotografie in der Praxis

Die Geheimnisse der HDR Fotografie entdecken

In heutiger Zeit erfreut sich die Digitalfotografie einer immer größeren Beliebtheit. Die meisten Fotografen setzen heute auf moderne Digitalkameras, die mit ihrem großen Funktionsumfang aus jeder Aufnahme wahre Meisterwerke machen können. Neben den herkömmlichen Landschaftsaufnahmen, Portraits, Sport- und Urlaubsfotos haben sich einige Fotografen aber auch auf Spezialgebiete spezialisiert. DigiArt-Fotos beziehungsweise künstlerisch verfremdete Aufnahmen zeigen hierbei ein besonderes Betätigungsfeld. Hierzu gehört auch die sogenannte HDR Fotografie.

 

Was bedeutet HDR Fotografie?

Unter der Bezeichnung HDR versteht man Aufnahmen mit einem besonders hohen Dynamikumfang. HDR steht hierbei für die englische Abkürzung von High Dynamik Range. Bei der HDR Fotografie werden mehrere digitale Fotografien gefertigt, bei denen große Helligkeitsunterschiede detailreich wiedergegeben werden. Im Ergebnis erhält man eine Aufnahme, bei der sowohl die Schattenbereiche als auch die voll ausgeleuchteten Bereiche sehr detailreich wiedergegeben werden.

 

Welche Kameras eignen sich für die HDR Fotografie?

Aktuelle Digitalkameras, wobei es sich hierbei noch nicht einmal um teure Spiegelreflex- oder spiegellose Systemkameras handeln muss, sind oftmals mit einer eigenen HDR-Funktion ausgestattet, mit der durch Betätigen des Auslösers ein High Dynamik Range Foto erstellt werden kann. Aber auch jede andere Digitalkamera, mit der mehrere Serienaufnahmen mit unterschiedlicher Belichtung aufgenommen werden können, eignet sich für die HDR-Fotografie.

 

Die Funktionsweise einer Belichtungsreihe

Vereinfacht ausgedrückt reichen schon drei Aufnahmen aus, um hieraus später ein HDR-Bild zu erstellen. Das erste Foto wird beispielsweise um den Belichtungswert +1 überbelichtet aufgenommen, das zweite Foto wird mit dem Belichtungswerg 0 normal belichtet aufgenommen und das dritte Foto wird mit dem Wert -1 unterbelichtet aufgenommen. Die Einzelaufnahmen, bis auf das normal belichtete Foto, bestehen aus Fotos mit einem niedrigen Dynamikumfang, sogenannte LDR oder Low Dynamic Range Fotos. Erst durch Zusammenführen dieser Einzelaufnahmen kann hinterher das eigentliche HDR-Bild erstellt werden.

 

Wird eine Spezialsoftware für die HDR-Fotografie benötigt?

Einige gute Bildbearbeitungsprogramme sind in der Lage, aus wenigstens drei unterschiedlich belichteten Aufnahmen ein HDR-Bild zu erstellen. Eine gute Spezialsoftware sind beispielsweise die Programme Photomatix, Photomatix Pro oder HDR Darkroom.

Durch automatisches Zusammenführen der Einzelbilder unter Verwendung einer Dynamikkompression, dem Tone-Mapping, werden hieraus einzigartige HDR-Aufnahmen mit einem großen Detailreichtum erstellt. Die Fotos sehen für den Betrachter zunächst ein wenig verfremdet und künstlich aus, da alle Details, die auch in den Schattenbereichen eines Bildes liegen, gestochen scharf wiedergegeben werden.

 

Der Sinn der HDR Fotografie

Wer als Besucher das große Kirchenschiff einer lichtdurchfluteten Kathedrale betrachtet, nimmt mit seinen Augen sämtliche Details in allen hellen und dunklen Bereichen auf. Kein Kameraobjektiv kann es mit den Fähigkeiten des menschlichen Auges aufnehmen. Ein einzelnes Fotos würde entsprechend über- oder unterbelichtet wiedergegeben werden. Erst recht wird ein Objektiv getäuscht, wenn zusätzlich sich noch eine Lichtquelle im Raum befindet. Erst durch Fertigen einer Belichtungsreihe mit mehreren unterschiedlich belichteten Aufnahmen können hinterher sämtliche Schwachpunkte eines jeden einzelnen Fotos ausgeglichen werden. Ein HDR-Bild gibt sämtliche Bereiche, auch die lichtdurchfluteten und mit einer zusätzlichen Beleuchtungsquelle versehenen Bereiche sehr klar und detailliert wieder.

 

Aufnahmetipps für die HDR Fotografie

Um mehrere verschieden belichtetet Bilder hinterher zusammenführen zu können, dürfen sich diese vom Aufnahmestandpunkt nicht verändern. Die Verwendung eines Stativs wird empfohlen.

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